Ausgewählte Aktivitäten und Aktionen im Jahr 2026
Fotos und Videos: ©Omas for Future (O4F), wenn nicht anders ausgewiesen
Fasten bedeutet Neubeginn
Unser Friedensgebet am 2. März war Teil der Aktion „Klimafasten“, einer Initiative der evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümer sowie von Misereor und Brot für die Welt. So wie diese luden wir ein zum Innehalten und Reflektieren. In kirchlicher Sichtweise heißt Fasten sich neu auszurichten, sich neu zu orientieren, eigene Lebensweisen zu hinterfragen und den Blick zu schärfen auf das Wesentliche, auf das Notwendige, auf das Selbstverständliche, auf das Geschenkte, nicht zuletzt auf Gott.
Wir als Omas und Opas for Future haben im Friedengebet wie auch in unserem Heft “Komm mit nach Morgen“ genau über diese Fragen nachgedacht: Was brauchen wir, um glücklich zu leben, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen und die Umwelt zu schützen. Was können wir bereits hier und heute tun?
Ja, es fällt schwer, gewohnte Verhaltensmuster zu verändern. Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass es circa 66 Tage braucht, um eine Gewohnheit zu ändern. Nach etwa zwei Monaten hat unser Gehirn die neuen „Trampelpfade“ angelegt und die Gewohnheiten laufen automatisch ab. Das ist eine ermutigende Perspektive.
Warum nicht diesen Gedanken der Reflektion und Neuorientierung auf diese Fastenzeit und unser Leben übertragen?
Gemeinsam mit der Friedensgebetsgemeinde überlegten wir, was Fasten für jede/n bedeuten könnte, wie man sich neu ausrichten möchte, was das Leben wunderbar macht und wie Gerechtigkeit für einen persönlich aussieht. Die etwa 30 Besucher:innen konnten die Beiträge nach dem Friedensgebet an der Pinnwand lesen. Ihr findet diese Beiträge hier.
Einig waren wir uns alle darin, dass keiner Zukunft vorausschauen kann, aber wir gemeinsam Zukunft möglich machen und die Voraussetzungen schaffen können. Man kann nur auf das einwirken, an dem man teilhat. Zukunft ist das, was heute für morgen begonnen wird. Und Zukunft geht nur gemeinsam. Deshalb lasst uns mit Klimafasten Zukunft gestalten.
Abschied von Silvia
Am 2. März nahmen wir Abschied von unserer Oma for Future Silvia. Im Februar war sie unerwartet verstorben. Noch Ende November las sie in der Nachbarschaftsschule vor 150 Kindern aus dem Kinderbuch der Omas for Future. Wir sind alle sehr erschüttert und ihr Verlust ist für uns noch unfassbar. Silvia hat unsere Gruppe mit ihrer lockeren, lebensbejahenden Art sehr bereichert und sich – wo immer Bedarf war – eingebracht.
Wir vermissen sie!
Neues Jahr – neue Vorhaben
Wie jedes Jahr traf sich unsere Regionalgruppe am 2. Februar, um unsere Aktivitäten des Vorjahrs auszuwerten und neue Pläne für das begonnene Jahr zu machen.
Wir werden auch im Jahr 2026 mit Ständen in Stadtraum präsent sein – z. B. bei Stadtteilfesten, der Ökofete und auf dem Schönefelder Weihnachtsmarkt. Es wird auch wieder zwei von uns gestaltete Friedensgebete geben – im März und im November. Auf unserem Plan stehen ferner Ampelaktionen, die Teilnahme an Klimastreiks und Demos für Demokratie. Gerne gehen wir in Grundschulen und spielen mit den Schüler:innen unser Kinderquiz und lesen aus dem Kinderbuch der Omas for Future vor. Auf Anfrage kommen wir auch in soziale und kulturelle Einrichtungen sowie in Unternehmen, um das Erwachsenenquiz zu spielen. Natürlich sind wir wieder beim Festival Gutes Leben Leipzig dabei – auch im Orga-Team. Und wir haben uns monatliche Müllsammelaktionen vorgenommen. Wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig und anderen Klimaorganisationen.
Übrigens: Neugierige und Interessierte an einer Mitarbeit sind uns immer am ersten Montag im Monat auf dem Runden Sofa willkommen.
Unsere Unterstützung für die Deutsche Umwelthilfe
Am 29. Januar entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, dass die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm vom Oktober 2023 durch weitere Maßnahmen nachschärfen muss. Es bestätigte somit das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin, das bereits 2024 feststellte, dass mit den geplanten Maßnahmen das nationale Klimaziel nicht erreichbar ist. Der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts stellte fest, dass das Klimaschutzprogramm nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Die Anpassungen müssen bis Ende März 2026 erfolgen. Die Richter bestätigten auch das Klagerecht der Umweltverbände zur Durchsetzung notwendiger Maßnahmen.
Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe. Wir Leipziger Omas for Future standen ihr zur Seite und zeigten unsere Unterstützung bei einer Kundgebung vor dem Bundesverhaltungsgericht vor Verhandlungsbeginn. Und gmeinsam mit ihr freuten wir uns über das Urteil für mehr Klimaschutz.







